8/21/2016

Große Papiertüten für große Geschenke selbst falten - So geht's!

Der "besondere Kniff" bei großen Geschenketüten


Heute will ich erklären, warum die Geschenketüten für große, dickere Geschenke den "besonderen Kniff" brauchen, den man bei kleinen Geschenktütchen nicht unbedingt benötigt. Deshalb habe ich ihn im Teil 1 meiner Serie über das Verpacken von Geschenken auch nicht gezeigt.

Bei unserem heutigen Thema jedoch wird der Kniff zwangsläufig auftauchen, denn ich möchte dir zeigen, wie man eine Geschenketüte für einen relativ dicken Kalender (einen Buchkalender) faltet.

Hier ist er ...

Neben dem Kalender siehst du einen "Kalenderkumpel", der schon seine Geschenketüte hat. Außerdem kannst du auf dem Bild schon ein bisschen "Geschenk-Garnierung" sehen. Mit diesem Thema befassen wir uns aber erst später. Nicht heute. Wir wollen heute ausschließlich die Tüte falten ;-)
Vorab noch ein Hinweis:
Bücher kann man natürlich auch einfach so mal rasch in ein Stück Geschenkpapier einwickeln. Das wird oft so gemacht und auch diese Art des Einpackens werde ich für die absoluten Anfänger unter den Geschenkeeinpackern in einem späteren Post erklären.

Geschenketüten haben jedoch den Vorteil, dass man in sie ganz problemlos nicht nur das Buch hineintun kann, sondern auch noch eine zweite oder auch dritte Kleinigkeit. Das kannst du bei der Technik des bloßen Einwickelns zwar auch, aber das Einwickeln ist dann bedeutend schwieriger.
Also: Her mit der Geschenketüte!!!

Du benötigst zur Herstellung:


Geschenkpapier, Lineal, Bleistift, Schere, Klebstoff, Tesafilm



Schritt 1: Ausmessen des Gegenstandes

a = 16cm

b = 22cm

c = 5cm



Der Kalender hat folgende Maße:
a = 16cm
b = 22cm
c =   5 cm

Schritt 2: Die Größe des benötigten Geschenkpapiers ausrechnen

Ich möchte zwei Varianten vorstellen, weil ich es persönlich mag, wenn die Tüte etwas stramm sitzt. Der Kalender passt dann haargenau rein. Und so mag ich es. Deshalb lasse ich an einer ganz bestimmten Stelle der Rechnung ein Maß einfach weg oder ich verringere es etwas. Aber die sichere Variante ist es, ALLE Maße bei der Rechnung zu verwenden.

Wenn du dir meine Zeichnung und die Rechnung anschaust, dann wirst du feststellen, dass ich mit rot ein Maß einfach durchgestrichen habe. Du findest dann auch den neuen Wert in rot geschrieben. Das ist die knappe Variante, die ich immer dann verwende, wenn das Geschenk, das ich verpacken will, eine weiche Oberfläche hat und somit flexibel ist. Man kann es etwas zusammendrücken. Und so passt es dann ganz super (knapp)  ;-) in die Geschenketüte.

Wenn du sicher gehen willst, dann nimm die folgende Formel zum Berechnen:
Länge des Geschenkpapiers = b + c + 15cm  Also: 42cm
Breite des Geschenkpapiers = 2x a + 2x c + 1cm Also: 43cm

Die grün geschriebenen Zahlen sind von mir zugegebene Werte, die notwendig sind, damit man einen Kleberand hat und auch genügend überstehendes Papier zum Verschließen der Tüte vorhanden ist.

Hier ist die Zeichnung zur Berechnung:





Bei meiner knappen Variante habe ich ein Geschenkpapier mit dem folgenden Maß verwendet:
Länge: 42 cm
Breite: 38 cm (SIEHE ZEICHNUNG!)

Schritt 3: Das Geschenkpapier zuschneiden


Hier ist mein Geschenkpapier bereits ausgeschnitten.

Schritt 4: Die Geschenktüte falten


Falte das Papier so, dass ein Rand von ca. 1cm übersteht (Das ist der Kleberand.)



Falte den Kleberand wie abgebildet um und schlage ihn wieder zurück. Dann bestreichst du den Kleberand mit Klebstoff und klebst ihn fest.




 Nun faltest du den Boden der Geschenketüte. Schlage dazu das Papier an einer der beiden offenen Seiten ungefähr so weit um, wie der Gegenstand dick ist. Bei unserem Beispielkalender sind es 6cm. (Hinweis: Da die Buchhülle aus gefüttertem weichem Stoff besteht und somit etwas flexibel ist, nehme ich immer etwas weniger, damit die Tüte später dicht am Kalender anliegt. Ich mag es, wenn sie relativ stramm sitzt.)



Öffne jetzt den umgeklappten Teil der Tüte ein wenig, so dass du die linke und rechte Ecke wie abgebildet zur Mitte falten kannst.





 Falte nun die untere und die obere Kante überlappend zur Mitte.



 Klebe einen Streifen Tesa-Film darauf, so dass es fest fixiert ist.



EIGENTLICH ist die Tüte jetzt fertig. EIGENTLICH!
Wenn du nur einen flachen Gegenstand, z.B. diesen bedruckten Beutel hier,
Hier kannst du ihn finden.
verschenken willst, dann kannst du die Tüte - so wie sie ist - verwenden.






Willst du aber einen dickeren Gegenstand, also in unserem Falle den Kalender verschenken, dann braucht sie noch den "besonderen Kniff". Mit ihm wirst du der Dicke des Buches gerecht und die Tüte passt sich besser der Form deines Kalenders an. Ich habe mal zum Vergleichen und besseren Verdeutlichen die beiden folgenden Fotos für dich gemacht:

Hier wird es schwierig, den Kalender "in die Tüte zu fummeln". 
Deutlich zu sehen: So wird es leichter. Die Tüte hat schon die Form des Kalenders.

Wie macht man nun diesen "besonderen Kniff"?

Ich kenne dafür zwei Wege. Der folgende Weg gefällt mir persönlich am besten. Deshalb stelle ich ihn auch in diesem Post vor:

Halte die Tüte mit der einen Hand am Boden fest und gehe mit der anderen Hand hinein. Drücke von innen den Boden etwas heraus. Du wirst sehen, dass sich unten an den Seiten schon die benötigten Seitenkanten der Tüte dadurch etwas herausformen.



Allerdings gehen die Seitenkanten nicht von allein bis ganz nach oben zur Tütenöffnung. Kniffe deshalb jetzt mit der Hand, die eben den Tütenboden festgehalten hat, die erste Seitenkante. Die andere Hand befindet sich in der Tüte und hält diese nun fest. Forme auf diese Art und Weise alle vier Seitenkanten.
Auf dem folgenden Bild siehst du, dass ich jetzt schon zwei Seitenkanten geformt habe.


Fertig!

Und nun noch probieren, ob die Tüte passt. Hey, Kalender! Komm mal zur Anprobe!!!
Du siehst: Bei mir sitzen die Tüten immer recht straff. Ich mag das so. Wenn du es für deine Geschenke lockerer haben möchtest, siehe: Schritt 2 (Die Größe des Geschenkpapiers ausrechnen).

Jetzt ist er in der Tüte verschwunden. Passt!!!  ;-)
Ich wünsche dir viel Spaß beim Falten ;-)